Kurkuma als Gewürzpuder und frische Wurzel
Kurkuma íst als Pulver oder frische Wurzel sehr gesund und wirkt besonders verdauungsfördernd. Bildrechte: IMAGO/Pond5 Images

Echte Zauberknolle? Kurkuma: So viele Vorteile hat das Super-Gewürz für die Gesundheit

16. April 2024, 18:01 Uhr

Kurkuma ist der neue Star am Superfood-Himmel: Das Gewürz, das Curry seine gelbe Farbe verleiht, ist geschmacklich eher unauffällig. Doch seine Wirkung ist kaum zu toppen: Das Gewürz wirkt antientzündlich, hilft bei Verdauungsbeschwerden und soll sogar bei Erektionsproblemen helfen. In der Ayurvedischen Medizin wird Kurkuma schon seit Tausenden von Jahren bei Magen-Darm-Problemen eingesetzt. Und der Kurkuma-Ingwer-Tee wird sogar als echtes Wundergetränk gehandelt. Eine echte Zauberknolle?

Wirkung: Die Vorteile von Kurkuma

  • Kurkuma wirkt verdauungsfördernd: Die Inhaltsstoffe von Kurkuma regen die Leber dazu an, mehr Gallensäure auszuschütten. So wird Fett besser verdaulich, Blähungen und Völlegefühl werden gelindert.
  • Kurkuma wirkt entzündungshemmend: Der im Kurkuma enthaltene Wirkstoff Curcumin bindet Enzyme, die an Entzündungsvorgängen im Körper beteiligt sind - und kann so chronischen Entzündungen und Krankheiten wie Krebs, Herzerkrankungen oder sogar Alzheimer vorbeugen. Der Pflanzenstoff unterbindet die Ablagerung von bestimmten Eiweißkomplexen im Gehirn, diese sind möglicherweise an der Entstehung von Alzheimer beteiligt.
  • Kurkuma wirkt antioxidativ: Der Gewürz-Wirkstoff bindet freie Radikale, die Krankheiten auslösen und den Alterungsprozess beschleunigen. Zusätzlich fördert der Wirkstoff die Aktivität von Antioxidantien, die bereits im Körper vorhanden sind.
  • Wirkung auf Sexualität: Kurkuma werden zahlreiche positive Effekte auf das Sexualleben zugeschrieben. So wird dem Gewürz nachgesagt, dass es die Potenz steigert, die Durchblutung der Genitalien und die Libido erhöht, die sexuelle Ausdauer und sogar die Fruchtbarkeit verbessern kann.

Allerdings: Die bisherigen Erkenntnisse dazu stammen vorwiegend aus Laborexperimenten. Wenn Kurkuma im Labor einen Effekt hervorruft, heißt das noch lange nicht, dass dieser auch beim Mensch eintritt. Das lässt sich erst in entsprechenden Studien nachweisen.

Ingwer-Kurkuma-Zitronen-Tee
Der Ingwer-Kurkuma-Zitronen-Tee ist ein echtes Kult-Getränk und schnell und einfach zubereitet. Bildrechte: IMAGO / Zoonar

Super gesund: Kurkuma-Ingwer-Tee

Er hat als Immunbooster Karriere gemacht, stärkt den Stoffwechsel und wirkt entzündungshemmend: Kurkuma-Ingwer-Tee mit Zitrone und Honig! Beide Hauptzutaten haben eine starke antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung. Im englischsprachigen Raum ist Kurkuma mit Honig als 'Golden Honey' bekannt, den man als das stärkste natürliche Antibiotikum bezeichnet. Der Pfeffer ist nicht zufällig als Zutat dabei, er erhöht die Bioverfügbarkeit von Curcumin.

Rezept: Schneller Kurkuma-Ingwer-Zitronen-Tee

Das brauchen Sie:

  • einige Scheiben frische Kurkumawurzel oder 1 TL Kurkumapulver
  • einige Scheiben frische Ingwerwurzel
  • ½ TL Zimt oder eine kleine Zimtstange
  • ½ Zitrone
  • etwas frisch gemahlenen Pfeffer
  • 1 TL Honig
  • 150 ml heißes Wasser oder 150 ml Kokos-, Hafer- oder Mandelmilch


Zubereitung:
Die Pflanzenmilch oder das heiße Wasser in einem Topf mit den Gewürzen, dem Ingwer und Curcuma kurz aufkochen lassen. Vom Herd nehmen, abkühlen lassen. Dann erst den Zitronensaft dazu geben, damit die Vitamine erhalten bleiben.

Das Gewürz Kurkuma und eine Tasse Goldene Milch (Golden Milk).
Ebenfalls ein tolles Kurkuma-Getränk ist die "Goldene Milch" mit Zimt, Kokosöl und Kardamom: Heute Trend, stammt es ursprünglich aus der alten indischen Tradition des Ayurveda. Bildrechte: IMAGO / Addictive Stock

Kurkuma: Pulver, Wurzel oder Kapseln?

Die frische Gelbwurzel enthält mehr gesunde Inhaltsstoffe als das Pulver. Wer beides nicht mag, kann auch Kurkuma-Extrakte in Form von Kapseln einnehmen. Dabei sollte die Tagesdosis nicht mehr als 180 bis 200 Milligramm Curcumin betragen - unbedingt auf die Qualität achten.

Wer sollte bei Kurkuma aufpassen?


Wer Gerinnungshemmer, Chemotherapeutika oder Medikamente gegen Lebererkrankungen einnimmt, darf keine Curcumin-Präparate verwenden. Auch Schwangere, Stillende, Kinder und Menschen, die unter Gallensteinen leiden, sollten auf Curcuma-Extrakte verzichten. Das Gewürz kann allerdings verwendet werden.

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 18. Februar 2024 | 17:15 Uhr

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