Britische Royals: v.l.n.r. König George, Prinzessin Margaret, Sarah Ferguson, König Charles
Titel hin oder her: Vor gesundheitlichen Schicksalsschlägen können sich auch die Windsors nicht schützen. Bildrechte: IMAGO / Gemini Collection // IMAGO/Pond5 Images // IMAGO / PA Images // picture alliance/ASSOCIATED PRESS/Ludovic Marin

Nicht nur König Charles Auch diese Royals kämpften gegen Krebs

17. Juni 2024, 17:35 Uhr

Isabel Möller
Bildrechte: Raphaela Fietta

Schockdiagnose Krebs - durch dieses Horror-Szenarium mussten vor König Charles und Prinzessin Kate tatsächlich schon einige Windsors. Denn die heimtückische Krankheit ist im britischen Königshaus keine Seltenheit, wie ein Blick in Vergangenheit zeigt.

König Charles
Anfang des Jahres überrolte eine Schock-Nachrichten aus Großbritannien die ganze Welt: König Charles III. hat Krebs.  Bildrechte: picture alliance/ASSOCIATED PRESS/Ludovic Marin

Drei Könige, drei Diagnosen

Man könnte fast von einem Fluch sprechen: Anfang des vergangenen Jahrhunderts erkrankten gleich drei Könige an Krebs.

  • König Edward VII. (1901 bis 1910) - Hautkrebs
  • König Edward VIII. (1936) - Kehlkopfkrebs
  • König George VI. (1936 bis 1952) - Lungenkrebs


King George, Queen Elizabeths Vater, war Zeit seines Lebens starker Raucher - was ihm letztlich zum Verhängnis wurde. 1951 wurde dem Regenten der linke, tumorzerfressene Lungenflügel entfernt. Von diesem Eingriff sollte sich der König nie wieder richtig erholen. Nur ein Jahr später starb George im Alter von 56 Jahren an einer Thrombose auf seinem Landsitz Sandringham House. Elisabeth folgte ihm mit nur 25 Jahren auf den Thron.

Schwazr-weiß Aufnahme von König George VI.
Früher Tod: König George VI. starb nach nur 16 Jahren auf dem Thron. Bildrechte: IMAGO / Gemini Collection

Prinzessin Margaret - Lungenkrebs

Auch die weiblichen Familienmitglieder blieben nicht vom Krebs verschont.

Besonders schockierend ist, wie sich die Geschichte innerhalb der Familie wiederholte: König Georges jüngere Tochter, Prinzessin Margaret, erkrankte ebenfalls an Lungenkrebs. Prinzessin Margaret war bekannt für ihren exzessiven Lebensstil. Die Schwester von Königin Elizabeth soll bis zu 60 Zigaretten am Tag geraucht haben. Auch ihr musste der linke Lungenflügel entfernt werden. Allerdings zwangen sie am Ende mehrere Schlaganfälle - und nicht etwa der Krebs - in die Knie. Prinzessin Margaret starb 2002 im Alter von 71 Jahren.

Prinzessin Margaret
Gezeichnet: Nach ihrer Krebserkrankung, Schlaganfällen und einem Haushaltsunfall war Prinzessin Margaret in ihrer Mobilität stark eingeschränkt. Bildrechte: picture-alliance / dpa | John_Stillwell

Queen Mum - Brust- und Darmkrebs

Doch nicht jede Geschichte endete tragisch. Ein Mut machendes Schicksal: Elizabeth Bowes-Lyon, besser bekannt als Queen Mum.

Die Mutter von Königin Elisabeth und Prinzessin Margaret soll im Laufe ihres Lebens gleich mehrere Krebsdiagnosen erhalten, aber jedes Mal erfolgreich bekämpft haben. In einer 2009 erschienenen Biografie berichtet Autor William Shawcross unter anderem von Brust- und Darmkrebs. Die erste Diagnose fiel bereits 1966, damals war die Ex-Monarchin 66 Jahre alt.

Doch: Trotz ihrer Krankengeschichte erreichte Queen Mum ein biblisches Alter von 101 Jahren.

Königin Elizabeth winkt.
Sie hat es dem Krebs gezeigt: Queen Mum kämpfte sich nach zwei Krebsdiagnosen zurück ins Leben. Bildrechte: picture-alliance / dpa/dpaweb | Stf

Sarah Ferguson - Brust- und Hautkrebs

Doppel-Krebsdiagnose bei Fergie: Bei der Ex-Frau von Prinz Andrew wurde im Sommer 2023 Brustkrebs diagnostiziert. Sarah Ferguson reagierte sofort und ließ sich die linke Brust entfernen und anschließend wieder aufbauen. Ende des Jahres dann die gute Nachricht: Die Herzogin von York hat den Krebs besiegt - nur um wenig später mit der nächsten Diagnose konfrontiert zu werden.

Im Januar wurde bei Fergie ein bösartiges Melanom, eine Form von Hautkrebs, diagnostiziert. Doch Sarah Ferguson gibt sich auf Instagram kämpferisch: Die Untersuchungen würden zeigen, wie wichtig Vorsorge und Untersuchungen seien:

"Ich glaube, meine Erfahrungen verdeutlichen, wie wichtig es ist, Größe, Form, Farbe und Beschaffenheit neuer Muttermale zu untersuchen, da dies auf ein Melanom hinweisen könne."

Sarah Ferguson bei einer Premiere
Zwei Krebsdiagnosen in einem Jahr: 2023 war Sarah Fergusons persönliches "Annus horribilis". Bildrechte: picture alliance / Scott Garfitt/Invision/AP | Scott Garfitt

(Dieser Beitrag wurde erstmals am 21.02.2024 veröffentlicht.)

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 21. Februar 2024 | 17:15 Uhr

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