Hilfe aus dem Baumarkt Diese fünf Pflanzen können Zecken im Garten vertreiben

09. Juli 2024, 11:06 Uhr

Im März mit der Sonne kommen die Zecken aus ihren Verstecken. Auch in ihrem Garten kann das zu einer Gefahr werden. Lesen Sie hier, welche Pflanzen Zecken auf natürliche Art und Weise fernhalten können.

Rainfarn vertreibt Zecken

Eine Pflanze, die Zecken nicht mögen, ist Rainfarn. Die sonnengelb blühende Wildpflanze wächst gerne an Straßenrändern, ist aber auch eine hübsche Blühpflanze für das Staudenbeet. Die Pflanze verströmt einen strengen Geruch und schreckt Zecken dadurch ab.

Schöner Nebeneffekt: Das getrocknete Kraut kann man auch als Mottenschutz im Kleiderschrank einsetzen. Die kleinen Blüten des Rainfarns bieten außerdem Nektar für viele Insekten.

Blühender Rainfarm
Rainfarm gilt als erfolgreiche Anti-Zecken-Pflanze. Bildrechte: IMAGO / Pond5 Images

Zecken meiden Katzenminze

Katzen lieben Katzenminze wegen ihres besonderen Geruchs, ganz im Gegensatz zu Zecken. Die ätherischen Öle in den lilafarbenen Blüten enthalten den Wirkstoff Nepetalacton, den Zecken verabscheuen.

Katzenminze ist auch optisch eine hübsche blühende Staude, die von Juli bis September blüht. Sie bevorzugt einen trockenen, sonnigen Standort und ist winterhart.

Katze sitzt in Katzenminze.
Katzen lieben es. Zecken mögen die ätherischen Öle der Katzenminze gar nicht. Bildrechte: IMAGO / Zoonar

Lavendelduft mögen Zecken nicht

Zecken mögen auch den Duft von Lavendel nicht. Auch diese Pflanze enthält ätherischen Öle, insbesondere Linalool und Linalylacetat, die für ihren charakteristischen Geruch verantwortlich sind.

Der Duft wirkt abstoßend auf das Nervensystem von Zecken und wirkt von daher als natürlicher Repellent gegen die Plagegeister. Allerdings ist er auch für andere Insekten abstoßend.

Menschen besuchen den blühenden Lavendel auf den Feldern der 123 Farm in Cherry Valley während des 13. jährlichen Lavendelfestivals in Riverside, Kalifornien, am 17. Juni 2017.
Blühender Lavendel sieht einfach toll aus und hilft auch gegen Zecken. Bildrechte: imago/ZUMA Press

Zecken mögen die Dalmatinische Insektenblume nicht

Die Dalmatinische Insektenblume wird auch Insektenpulverpflanze genannt. Sie enthält ein natürliches Insektizid. Die margaritenähnlichen Blütenköpfe bilden den Wirkstoff Pyrethrin, der für Insekten giftig ist. Zecken meiden die Pflanze.

Das Problem: Da Pyrethrin für alle Insektenarten, also auch Nützlinge und vor allem Fische, tödlich ist, sollte es im Biogarten nicht ausgebracht werden.

Dalmatinische Insektenblume
Die Dalmatinische Insektenblume wurde schon von den Römern genutzt. Bildrechte: imago images/imagebroker

Rosmarin als Zusatzjoker gegen Zecken

Rosmarin ist ein aromatisches Küchenkraut, das von Spinnen gemieden wird. Da Zecken zu den Spinnentieren zählen, hält Rosmarin auch diese fern.

Experten weisen aber darauf hin: Rosmarin allein reicht nicht aus, um Zecken vollständig fernzuhalten. Ein zusätzlicher Schutz durch eine andere Pflanze ist deshalb sehr empfehlenswert.

Hängender Rosmarin
Rosmarin allein hilft nicht gegen Zecken, ist aber ein guter Zusatzjoker. Bildrechte: imago/Manfred Ruckszio

Zecken auf dem Vormarsch - Rekordjahr wird befürchtet

In den vergangenen Jahren sind Zecken in Deutschland auf dem Vormarsch. Sie übertragen gefährliche Krankheiten, wie Borreliose und Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME).

Experten warnen vor einem Zeckenrekordjahr. Umso wichtiger ist es, sich vor den kleinen Blutsaugern zu schützen oder sie zumindest richtig zu entfernen. Vor allem in naturnahen Gärten und im Unterholz fühlen sich Zecken wohl und warten dort auf die nächste Blutmahlzeit. Wer es Zecken im Garten ungemütlich machen möchte, kann bestimmte Pflanzen und Kräuter anbauen.

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 21. März 2024 | 17:15 Uhr

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