Neben einem Coronamodell befindet sich der Schriftzug FLiRT Variante.
Die neue FLiRT-Variante ist auf dem Vormarsch. (Symbiolbild) Bildrechte: IMAGO / Steinach

Neue Sommerwelle? FLiRT auf dem Vormarsch: Wie gefährlich ist die neue Corona-Variante?

13. Juli 2024, 18:26 Uhr

Sie klingt nach Frühlingsgefühlen, ist aber für die Betroffenen alles andere als schön. Die neuen Corona-Variante, die auch als FLiRT bezeichnet wird, ist auf dem Vormarsch.

Seit Wochen häufen sich die Corona-Fälle in Deutschland - trotz der warmen Jahreszeit. Dahinter steckt die Omikron-Variante KP.2, die die zuletzt vorherrschende Variante JN.1 verdrängt hat.

KP.2 gehört zu einer Gruppe von Corona-Varianten, die von Wisseschaftlern als FLiRT bezeichnet wird.

Mehr Infektionen in Deutschland

Laut Robert Koch-Institut (RKI) zeigen Abwasseruntersuchungen in Deutschland, dass seit April zunehmend Gen-Elemente des Coronavirus im Abwasser der Kläranlagen erfasst werden.

Ende Mai stellte das RKI fest, dass 25 Prozent der Neuinfektionen auf KP.2 zurückzuführen sind - und zwar mit einer schnell steigenden Tendenz. Wie viele Corona-Fälle es in der Bevölkerung wirklich gibt, ist unklar, da nicht mehr oder kaum noch getestet wird.

Ähnlich rasant entwickelt sich die Lage auch in anderen europäischen Ländern. Auf Mallorca steigen die Infektionszahlen derzeit schlagartig an.

Ein COVID-19 Antigen-Testkit (Schnelltest) zum Eigentest im Privat-Einsatz zeigt ein Negatives Testergebnis am Weihnachtsbaum.
Der Antigentest hat wohl auch jetzt noch nicht ausgedient. (Symbolbild) Bildrechte: IMAGO/Bernd Feil/M.i.S.

Wie gefährlich ist FLiRT?

Vorsicht ist auf jeden Fall geboten, schätzt der US-amerikanische Mediziner Eric Topol ein. Nur Menschen mit einer überstandenen JN.1-Infektion haben offenbar einen gewissen Ansteckungsschutz vor KP.2.

Ob die Varianten neue Symptome mit sich bringen wird, ist noch unklar. Festzustehen scheint, dass FLiRT äußert ansteckend ist und bei einer Infektion die bekannten Corona-Beschwerden auftreten können.

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Corona-Sommerwelle bevor

Die aktuellen Corona-Fallzahlen zeigen, dass die Sommerwelle Fahrt aufnimmt: Die Zahlen sind aktuell so hoch wie zu Beginn der letzten Herbstwelle

Risikogruppen sollten deshalb wachsam sein. Denn für ältere Menschen, chronisch Kranke und immungeschwächte Personen kann eine Infektion, egal mit welcher Variante, nach wie vor einen schweren Verlauf nehmen.

Wie kann man sich vor einer Ansteckung mit KP.2 schützen?

Wer sich schützen will, kann die bekannten Vorsichtsmaßnahmen wie Händewaschen, Maskentragen und Abstandhalten nutzen. Auch Impfungen bleiben weiterhin wichtig, auch wenn die aktuellen Impfstoffe gegen die FLiRT-Varianten noch wenig effektiv sein sollen. Ein neuer Impfstoff ist für Herbst angekündigt.

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 06. Mai 2024 | 17:15 Uhr

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