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Ob als Öl, Pflanze oder Samen - Schwarzkümmel ist sehr gesund. Bildrechte: IMAGO / Panthermedia

Scharf, aber so gesundSchwarzkümmelöl: Kraftvoll bei Allergie, Diabetes und Bluthochdruck

03. Juli 2024, 12:50 Uhr

Schwarzkümmelöl liegt im Trend - und zwar schon seit Jahrtausenden: Bereits bei den alten Ägyptern waren Samen und Öl als traditionelles Heilmittel beliebt, das das Immunsystem stärken soll und gegen Verdauungsbeschwerden eingesetzt werden kann.

Heute wird das Hausmittel wiederentdeckt - und auch die moderne Forschung beginnt, die Möglichkeiten von Schwarzkümmelöl, Schwarzkümmelpulver oder -samen wissenschaftlich zu untersuchen: Studien belegten zahlreiche gesundheitsfördernde Wirkungen. Die Pflanze (Nigella sativa) kommt ursprünglich aus dem asiatischen Raum, wird heute aber auch in Mitteleuropa angebaut und ist nicht mit Kümmel oder Kreuzkümmel verwandt.

Ein echtes Kraftpaket: ein Esslöffel Schwarzkümmelöl am Tag. Bildrechte: IMAGO / Wavebreak Media Ltd

Schwarzkümmelöl steckt voller Nährstoffe

Das "Gold der Pharaonen" ist reich an Spurenelementen wie Zink, Chrom, Vanadium, Mangan und Selen, enthält zudem u.a. Magnesium und Kalzium, sowie Vitamin B1, Vitamin B6 und Folsäure.

Diabetes, Hashimoto, Cholesterin: Die wichtigsten Wirkungen von Schwarzkümmel auf einen Blick:


  • Senkt den Blutzuckerspiegel und hilft bei Diabetes: Schwarzkümmel kann den erhöhten Nüchtern-Blutzucker senken, auch die Ansprechbarkeit auf Insulin nahm in Studien zu.
  • Senkt den Bluthochdruck: Auch auf Hypertonie hat das würzige "Wunderöl" eine positive Wirkung.
  • Hilft bei zu hohem Cholesterinspiegel und Fettstoffwechselstörung (Hyperlipidämie): Obwohl sehr fettreich, senkt die regelmäßige Einnahme von Schwarzkümmelöl sowohl das Gesamt- und LDL-Cholesterin als auch die Triglyzeride
  • Bessert die Werte bei Hashimoto-Thyreoiditis: Auch bei der Autoimmunerkrankung der Schilddrüse kann die Schwarzkümmel-Power helfen - sowohl was die Schilddrüsenhormonwerte als auch das Körpergewicht angeht.
  • Asthma und Allergien: Auch die Symptome von Menschen mit Allergien und Asthma verbesserten sich durch Schwarzkümmel, wie Forscher feststellten.
  • Wirkt antibakteriell und entzündungshemmend: Allen voran ist es der Wirkstoff Thymoquinon, dessen antibakterielle und nachgewiesen entzündungshemmende Wirkung, hier seine Kraft entfaltet. "Nicht zu unterschätzen ist bei der weltweit zunehmenden Resistenzentwicklung die potente antibakterielle und antiparasitäre Wirkung des Schwarzkümmel-Wirkstoffs", schreibt Prof. Dr. Sigrun Chrubasik-Hausmann in einem Studien-Überblick.
  • Wechseljahre: Schwarzkümmel kann auch bei psychischen Problemen und Ängsten rund um die Wechseljahre helfen, zeigte eine Studie.
  • Hilfe bei Hautproblemen: Die antientzündliche Wirkung des Öls kann auch bei Hautunreinheiten helfen, ebenso ist die im Öl enthaltene Linolsäure eine Unterstützung für von Schuppenflechte oder Neurodermitis betroffene Hautstellen.

Hilft Schwarzkümmelöl gegen Zecken?

Schwarzkümmelöl soll bei Hunden gegen Zecken helfen: Hierzu einfach einige Tropfen des Öls ins Fell einmassieren.

Gegen Zecken konnte in Studien eine leichte Schutzwirkung nachgewiesen werden - vertiefende Beweise stehen allerdings noch aus. Auch bei Pferden soll das Öl gegen Parasiten helfen.

Achtung: Bitte nicht bei Katzen anwenden, das Öl kann für die Fellnasen giftig sein, da sie es nicht verstoffwechseln können!

Gute Nachricht für Hundebesitzer: Schwarzkümmelöl hilft gegen Zecken. Bildrechte: IMAGO / Pond5 Images

Dosierung: Wie sollten Sie Schwarzkümmelöl einnehmen?

Schwarzkümmelöl ist sehr gut verträglich, hat jedoch einen intensiven Eigengeschmack - es schmeckt etwas scharf und leicht pfeffrig. Wer das Öl daher nicht einfach schlucken möchte, kann auch Kapseln oder Samen einnehmen.

Empfohlen wird ein Esslöffel Öl oder drei Gramm Samen pro Tag.

Haut und Haare werden durch die äußerliche Anwendung als Haarkur oder direkt als Körper- und Gesichtsöl gepflegt.

Beim Kauf lohnt es sich, genau hinzuschauen. Bildrechte: IMAGO / Pond5 Images

Sollte Schwarzkümmelöl gefiltert oder ungefiltert, kaltgepresst sein?

Ungefiltertes Schwarzkümmelöl ist etwas strenger im Geschmack und weniger lang haltbar, enthält jedoch eine höhere Konzentration an Vitaminen, Mineralstoffen und Antioxidantien, weswegen es häufig empfohlen wird.

Achten Sie beim Kauf von Schwarzkümmelöl zudem unbedingt auf gute Qualität, am besten entscheiden Sie sich für kaltgepresstes Öl aus biologischem Anbau.

Schwarzkümmelöl ist besonders gesund als kaltgepresstes Öl aus biologischem Anbau. Bildrechte: IMAGO / imagebroker

Nebenwirkungen? Das sollten Sie beachten:

Schwarzkümmelöl hat kaum Nebenwirkungen und ist in der Regel sehr gut verträglich.

Allerdings wird empfohlen, es nicht auf nüchternen Magen einzunehmen, da das ätherische Öl den Magen reizen kann. Einige Menschen müssen davon aufstoßen.

Schwangere Frauen sollten auf den Verzehr von Schwarzkümmelöl verzichten: Das Öl soll Wehen-auslösend wirken können.

Quellen und weiterführende Links

Gesundheit und Ernährung

Dieses Thema im Programm:Das Erste | BRISANT | 23. April 2024 | 17:15 Uhr