Fallzahlen steigen So gefährlich ist die Papageienkrankheit für Menschen

16. Mai 2024, 14:54 Uhr

Die Papageienkrankheit hat zwar einen lustigen Namen, Experten nehmen die Krankheit aber trotzdem sehr ernst - auch wenn die Erkrankung eher selten vorkommt. Durchschnittlich 15 Fälle werden laut Robert Koch-Institut pro Jahr in Deutschland registriert. Zuletzt gab es hierzulande einen leichten Anstieg der Fallzahlen.

Eine aeltere Frau liegt krank auf ihrer Couch und kühlt ihre Stirn (gestellte Szene).
Eine Infektion mit der Papageienkrankheit fühlt sich für die meisten Menschen wie eine Grippe an. Bildrechte: picture alliance / dpa-tmn | Christin Klose

Wie steckt man sich an?

Überträger der Krankheit, die in der Fachwelt Ornithose oder Psittakose heißt, sind Vögel. Neben Papageien sind das vor allem Tauben, Hühner und Möwen. Das Problem ist der infektiöse Kot der Tiere. Kommt man mit dem in Kontakt oder atmet den Federstaub ein, kann es gefährlich werden.

Deshalb stecken sich vor allem Geflügelzüchter, Mitarbeiter in Tierhandlungen und Tierärzte an. Auch bei der Sanierung von Dachböden, auf denen vorher Tauben genistet haben, kann man sich anstecken.

Mehrere Tauben sitzen auf einem Dach.
Über den Kot von Tauben kann man sich mit der Papageienkrankheit infizieren. Bildrechte: IMAGO / brennweiteffm

Die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Krankheit von Mensch zu Mensch überträgt, schätzt das RKI aktuell als sehr gering ein.

Für Vögel verläuft eine Infektion meistens tödlich.

Das sind die Symptome einer Papageienkrankheit beim Menschen

Etwa 6 bis 20 Tage nach der Ansteckung kommt es in der Regel zu grippeähnlichen Symptomen.

  • Gliederschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • Fieber
  • Husten/Reizhusten

Behandlung mit Antibiotika

Wichtig: Wird die Papageienkrankheit nicht erkannt, kann es auch zu schlimmeren Symptomen kommen, bis hin zu einer Lungenentzündung. Das Problem: Entsprechende Tests auf die Krankheit werden meist erst in Krankenhäusern gemacht, wenn es den Patienten schon sehr schlecht geht.

Doch egal, ob Krankenhaus oder nicht: Die Krankheit muss vom Arzt behandelt werden. In der Regel passiert das mit Antibiotika. Nach zwei bis drei Wochen ist man dann wieder gesund.

Quellen und weiterführende Links:

BRISANT
RKI
WELT
Wikipedia
Spektrum der Wissenschaft
Redaktionsnetzwerk Deutschland
Ärzteblatt

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 15. März 2024 | 17:15 Uhr

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