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Polizei geht von Verbrechen ausTraurige Gewissheit: Die vermisste Valeriia aus Döbeln ist tot

15. Juni 2024, 10:34 Uhr

Im sächsischen Döbeln wurde mehr als eine Woche nach der neunjährigen Valeriia gesucht. Nun herrscht traurige Gewissheit. Einen Tag nach dem Fund einer Leiche in einem Waldstück bei Döbeln hat die Polizei am Mittwoch (12.06.) bestätigt, dass es sich um das vermisste Mädchen handelt. Demnach sei es rund vier Kilometer von seinem Zuhause tot im Unterholz gefunden worden.

Ermittlungen wegen eines Tötungsdeliktes

Darüber hinaus teilten die Ermittler auf einer Pressekonferenz mit, dass Valeriia Opfer eines Verbrechens geworden ist. Es werde nun wegen Todschlags und Mordes ermittelt. Opfer eines Sexualdeliktes sei Valeriia nicht geworden.

Einen Tatverdächtigen habe man bislang nicht ausfindig machen können. Die Ermittlungen würden sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft aber vor allem auf den sozialen Nahbereich der Familie konzentrieren. "Wir werden alle Anstrengungen unternehmen, den Täter zu ermitteln. Das sind wir Valeriia und ihrer Familie schuldig", sagte der Chemnitzer Polizeipräsident Carsten Kaempf.

Valeriia (9) wurde seit Montag (03.06.) vermisst. Bildrechte: Polizei Sachsen

Auf dem Weg zur Schule verschwunden

Lebend war Valeriia zuletzt gesehen worden, als sie sich am 3. Juni auf den Weg zur Schule machte. Doch dort war sie nie angekommen.

Die Schule hatte es versäumt, die Mutter über das Fehlen ihres Kindes zu informieren. Dadurch war ihr Verschwinden erst am Nachmittag aufgefallen, als Valeriia nicht nach Hause kam.

Großangelegte Suchaktionen

In den folgenden Tagen wurde intensiv nach dem Mädchen gesucht. Die Ermittlungen gingen "in alle Richtungen". Auch eine Entführung wurde von Beginn an nicht ausgeschlossen.

An der Suche am Dienstag (11.06.), bei der die Leiche entdeckt wurde, waren mehr als 400 Polizisten aus Sachsen und Sachsen-Anhalt im Einsatz.

Mehr als 400 Polizisten waren an der Suichaktion beteiligt. Bildrechte: picture alliance/dpa | Robert Michael

Flucht aus der Ukraine

Valeriia lebte den Angaben zufolge seit 2022 mit ihrer Mutter in Deutschland. Sie werde nach Angaben der Ermittler psychologisch betreut. Der Vater befinde sich nach wie vor in der Ukraine, es gebe Kontakt zu ihm. 

So berichtete BRISANT über den Fall

Quellen und weiterführende Links

BRISANT
AFP
dpa
MDR
Polizei Sachsen

Sorge um vermisste Kinder

Dieses Thema im Programm:Das Erste | BRISANT | 12. Juni 2024 | 16:15 Uhr