Eine Frau posiert am Strand vor der Kamera.
Schlaflosigkeit, Stimmungsschwankungen - können das schon die Wechseljahre sein? Bildrechte: IMAGO/Westend61

Erste Anzeichen Wechseljahre - Ab wann geht es los?

19. Juni 2024, 16:23 Uhr

Beate Maschke-Spittler
Bildrechte: Raphaela Fietta

Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen, Schlafprobleme: Mehr als neun Millionen Frauen in Deutschland sind gerade in den Wechseljahren, die in verschiedene Phasen eingeteilt werden. Doch woran merkt man, dass es losgeht?

Woher weiß ich, dass ich in den Wechseljahren bin?

Viele Frauen gehen davon aus, dass das Ausbleiben der monatlichen Periode das wichtigste Anzeichen für die Wechseljahre ist. Oder Hitzewallungen. Doch los gehen die Wechseljahre meist sehr viel früher: "Anfangssymptome wie Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen oder allgemeines Unwohlsein entwickeln sich oft schleichend, daher werden sie häufig übersehen. Viele Betroffene denken zunächst gar nicht an die Wechseljahre und nehmen etwaige Beschwerden lange hin - das muss nicht sein", so Dr. Katrin Schaudig von der Deutschen Menopause Gesellschaft. Das Thema sollte durchaus schon mit 40 Jahren in den Blick genommen werden.

Es gibt einige Anhaltspunkte, die Frauen Hinweise darauf geben, ob sie sich in den Wechseljahren befinden und ihre Beschwerden damit in Zusammenhang stehen könnten. Diese sollten mit dem Gynäkologen oder der Endokrinologin (Hormonexpertin) besprochen werden.

Eine Frau macht sich an ihrem Esstisch Notizen
Nehmen Sie sich Zeit für die Vorbereitung des Arztbesuchs. Notieren Sie sich alle Veränderungen der letzten Monate in Bezug auf mögliche Wechseljahresbeschwerden. Bildrechte: picture alliance / dpa-tmn | Christin Klose

Checkliste: So können Sie Ihren Arztbesuch zum Thema "Wechseljahre" gut vorbereiten:

Fragen zu den Leitsymptomen bei beginnenden Wechseljahren:

  • Hat sich meine Zykluslänge in den letzten Monaten verändert oder hat sie geschwankt?
  • Waren meine Monatsblutungen in letzter Zeit unterschiedlich lang oder unterschiedlich stark?
  • Sind bereits längere blutungsfreie Zeiträume aufgetreten?
  • Wie war in den letzten 6-12 Monaten meine Stimmung (im Vergleich zu vorher)? War sie beeinträchtigt?
  • Wie war mein Schlaf: Haben sich in letzter Zeit Schlafprobleme entwickelt, die vorher nicht da waren?
  • Konzentration: Habe ich in den letzten Monaten neu aufgetretene Konzentrationsschwierigkeiten an mir beobachtet?
  • Ist meine Leistungsfähigkeit gesunken?
  • Treten gelegentlich Hitzewallungen auf?

Eine Frau bei einer Ärztin in der Sprechstunde
Beschreiben Sie Ihre Symptome und Beschwerden und fragen Sie nach, wenn Sie etwas nicht verstehen. Bildrechte: IMAGO/BSIP

Weitere wichtige Fragen, die mit dem Frauenarzt/der Frauenärztin besprochen werden können:

Nennen Sie in der Sprechstunde alle Beschwerden oder Symptome, die in letzter Zeit neu aufgetreten sind, auch wenn sie über die oben genannten hinausgehen. Sie sollten den Arzt oder die Ärztin zudem zu Empfehlungen rund um Ihre Symptome befragen und zum Thema Wechseljahre alle Fragen stellen, die für Sie jetzt wichtig sind, wie zum Beispiel:

  • Welche Behandlungsformen sind für meine Symptome geeignet?
  • Was sind die Vorteile und Risiken der verschiedenen Behandlungen?
  • Warum empfehlen Sie mir (k)eine menopausale Hormontherapie?
  • Würden Sie mir Änderungen in meiner Lebensweise (Ernährung, Sport, etc.) empfehlen, um meine Wechseljahresbeschwerden zu lindern?

Suche nach Wechseljahres-Experten

Inzwischen gibt es in vielen Orten Ärzte, die sich auf die Wechseljahre spezialisiert haben. Auch gibt es zunehmend Wechseljahreberaterinnen. Es lohnt sich, im Netz gezielt nach Expertinnen und Experten in diesem Bereich zu suchen.

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 19. Januar 2024 | 17:15 Uhr

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