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Die FLiRT-Variante KP.3 sorgt vermehrt für Infektionen.(Symbolbild) Bildrechte: IMAGO / Steinach

Sommerwelle 2024?FLiRT auf dem Vormarsch? So gefährlich sind die neuen Corona-Varianten

23. Juli 2024, 19:02 Uhr

Sie klingen nach Frühlingsgefühlen, sind aber für die Betroffenen alles andere als schön. Die neuen Corona-Varianten KP.1, KP.2 und KP.3, die als sogenannte Flirt-Varianten gelten, sind offenbar auf dem Vormarsch - nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums auch in Deutschland.

Vor allem die Untervariante KP.3, eine Variation der bereits bekannten Omikron-Variante, soll der Grund für ein erhöhtes Infektionsgeschehen sein.

"Die Ansteckungsfähigkeit ist hoch, das heißt die Varianten sind sehr leicht übertragbar", sagte ein Sprecher des Niedersächsischen Landesgesundheitsamtes (NLGA).

Die aktuelle Sieben-Tage-Inzidenz beträgt 4,8 (23. Juli 2024). Sie beschreibt, wie viele Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen gemeldet wurden.

Dem NLGA zufolge dürfte die tatsächliche Inzidenz um ein Vielfaches höher liegen, da nur noch im Einzelfall getestet und gemeldet werde.

Der Antigentest hat wohl auch jetzt noch nicht ausgedient. (Symbolbild) Bildrechte: IMAGO/Bernd Feil/M.i.S.

Wie gefährlich ist KP.3?

Die Symptome der neuen Corona-Varianten sind laut NLGA-Sprecher die aus der Pandemie bekannten wie Erkältungssymptome, Gliederschmerzen und Husten.

Eine abschließende Einschätzung zur Schwere der Erkrankungen nach Ansteckung mit den neuen Varianten gebe es nach Angaben der Experten noch nicht.

Anzeichen einer Corona-Sommerwelle?

Steht uns also eine neue Corona-Sommerwelle bevor? Der Hausärztinnen- und Hausärzteverband Niedersachsen berichtet jedenfalls, dass mehr Menschen mit Atemwegsinfekten in die Praxen kommen.

Diese Erkrankungen seien zum Teil mit Störungen des Geschmackssinns und kurzzeitigem hohem Fieber verbunden, was auf Corona hinweise, so der Verbandsvorsitzende Matthias Berndt.

Wie kann man sich vor einer Ansteckung schützen?

Deshalb die Empfehlung: Risikogruppen sollten wachsam sein. Denn für ältere Menschen, chronisch Kranke und immungeschwächte Personen kann eine Infektion, egal mit welcher Variante, nach wie vor einen schweren Verlauf nehmen. Matthias Berndt rät deshalb, "dass sich Patienten mit Vorerkrankung und ab dem 60. Lebensjahr im Herbst eine Auffrischimpfung gegen Corona geben lassen sollen."

Und nach wie vor gilt: Wer sich schützen will, kann die bekannten Vorsichtsmaßnahmen wie Händewaschen, Maskentragen und Abstandhalten nutzen.

Quellen und weiterführende Links

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