Prinzessin Amalia Apanage
Bislang verzichtete Kronprinzessin Amalia der Niederlande freiwillig auf die Apanage. Bildrechte: picture alliance / Dutch Photo Press | Patrick van Katwijk

Working Royals Amalia fordert ihre Millionen-Apanage ein - aus diesem Grund

18. Mai 2024, 18:48 Uhr

Isabel Möller
Bildrechte: Raphaela Fietta

Auch eine Kronprinzessin arbeitet nicht umsonst - oder etwa doch?

Amalia der Niederlande steht eigentlich schon seit ihrer Volljährigkeit eine Apanage in Millionenhöhe zu. Doch die Thronfolgerin verzichtete und erfüllte ihre Pflichten mit Würde, aber ohne Bezahlung. "Ich finde es unangenehm, solange ich wenig als Gegenleistung bringen kann", begründete Amalia ihre Entscheidung.

Doch das war vor drei Jahren und soll sich jetzt ändern.

Prinzessin Amalia
Money, money, money: Amalia fordert Geld - und das hat triftige Gründe. Bildrechte: picture alliance / Dutch Photo Press

Deshalb will Amalia jetzt Geld

Per Brief hat Amalia dem niederländischen Premierminister Mark Rutte mitgeteilt, dass sie ab 2025 nicht mehr länger auf ihre Apanage verzichten möchte. Heißt: Nächstes Jahr rollt für die Kronprinzessin der Rubel - oder Euro.

Ihren Wunsch erklärt Amalia damit, dass sie das Geld für ihre Spesen benötige: "Im Laufe der Zeit und aufgrund überraschender Umstände ist nun absehbar, dass ich im Hinblick auf die unabhängige und selbständige Ausübung meines Amtes mit Personal- und Sachkosten rechnen muss, einschließlich eines Sekretariats und der Reservierung eines Wohn- und Arbeitsortes."

Laut Kostenvoranschlag der Regierung sind 1,83 Millionen Euro für die royalen Unkosten angedacht. Davon stehen Amalia rund 322.000 Euro als Lohn für ihre royalen Pflichten zu. Darauf möchte die Prinzessin aber auch weiterhin verzichten. Bleiben immerhin noch rund 1,5 Mio. Euro.

Amalia der Niederlande
Aktuell studiert Amalia noch in Amsterdam. Erst nach ihrem Abschluss besteht sie auf die volle Apanage in Höhe von 1,83 Mio. Euro. Bildrechte: IMAGO/ANP

Finanziert wird das niederländische Königshaus und somit auch die Apanagen der Royals von Steuergeldern. Laut der niederländischen Zeitung "AD" ließ sich das Land 2022 seine Monarchie stolze 38 Millionen Euro kosten.

Mehr Geld gleich mehr royale Pflichten?

Mit der Apanage wächst aber auch der Druck: Dass Amalia künftig mehr Geld für ihren Haushalt benötigt, ist ein klares Zeichen dafür, dass sie auch immer mehr in die royale Pflicht genommen wird. Doch auch die enormen Sicherheitskosten seit Amalias Mafia-Bedrohung schlagen finanziell zu Buche - und die wurden bisher nicht aus der Apanage bezahlt.

Geht Amalia mit den Millionen einen entscheidenden Schritt auf die Krone zu?

Royals und Finanzen

Königin Maxima von den Niederlanden, Königin Camilla, Köngin Mary, Königin Letizia von Spanien
Bildrechte: Collage: picture alliance/Royal Press Europe|Albert Nieboer / picture alliance/ASSOCIATED PRESS|Christophe Archambault / dpa / picture alliance/dpa|Patrick van Katwijk

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 15. Mai 2024 | 17:15 Uhr

Weitere Themen