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Mit diesen Tipps werden Sie den Grasgeruch drinnen los. Bildrechte: IMAGO / Sven Simon

Nützliche TippsDas hilft gegen Cannabis-Geruch

16. Mai 2024, 08:31 Uhr

Seit dem 1. April ist der Konsum von Cannabis teilweise erlaubt. So richtig riechen können es viele aber nicht: Jeder zweite Deutsche stört sich am typischen Geruch von Cannabis. Das hat eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov ergeben. Hier kommen Tipps, um den Geruch von Cannabis loszuwerden oder wenigstens abzuschwächen.

Grasgeruch in der Wohnung überdecken

Ob draußen, im Auto oder in der Wohnung - der Geruch von Cannabis ist ziemlich intensiv und ziemlich verräterisch. Draußen verfliegt er schnell, aber drinnen? Da helfen nur Tricks, um den Geruch loszuwerden.

Räucherstäbchen in den Räumen, in denen gekifft wurde, geben starke aromatische Verbindungen an die Luft ab, die den Grasgeruch gut übertünchen. Duftsorten wie Sandelholz, weißer Salbei und Palo Santo helfen besonders gut.

Wer den Geruch von Räucherstäbchen nicht mag, es aber trotzdem natürlich will, kann zu ätherischen Ölen wie Rosmarin, Eukalyptus, Lavendel oder Zitrus in einer Aromalampe greifen.

Auch Duftkerzen können die Terpene in der Luft überdecken. Allerdings funktionieren Räucherstäbchen und ätherische Öle besser, weil sie geruchsintensiver sind.

TerpeneTerpene sind organische Verbindungen, die in vielen Pflanzen vorkommen. Sie sind für den charakteristischen Geruch und Geschmack vieler Pflanzenarten verantwortlich. Der intensive Hanf-Duft ist also das Ergebnis der einzigartigen Terpenmischung der Hanfpflanze.

Luftreiniger sind ebenfalls eine gute Variante. Hierbei wird die Luft durch eine Reihe von Fein- und Aktivkohlefiltern geleitet. So werden nicht nur die Terpene aus der Luft entfernt, sondern auch einige der potentiell schädlichen Stoffe aus dem Passivrauch eingefangen.

Es gibt auch spezielle Produkte wie Gele und Sprays, die den Geruch von Marihuana neutralisieren sollen. Die Anwendung ist sowohl im Falle der Sprays als auch der Gele sehr einfach. Die Sprays werden einfach in die Luft gesprüht, während die Gele als kleine Würfeln verpackt sind. Diese müssen geöffnet werden, damit sie ihre Wirksamkeit entfalten.

Natürlich hilft es auch, einfach mal ein Fenster zu öffnen. Allerdings könnten dann auch die Nachbarn etwas vom Cannabis-Geruch haben.

Ätherische Öle in einer Aromalampe sind ein gutes Mittel gegen den unliebsamen Grasgeruch. Bildrechte: IMAGO/Shotshop

Grasgeruch im Auto loswerden

Einen Joint im Auto geraucht und vergessen, dabei die Fenster zu öffnen? Da könnte der obligatorische Lufterfrischer nicht schaden. Die helfen nämlich nicht nur gegen Zigaretten- und Essensgerüche, sondern bekämpfen auch den Grasgeruch.

Kaffee ist eine echte Allzweckwaffe, auch bei Gras! Der dominante Kaffeegeruch überdeckt effektiv den der Terpene. Dazu stellt man einen Filterbeutel mit Kaffeesatz ins Auto und lässt ihn dort für einen Tag liegen. Funktioniert übrigens auch im Kühlschrank.

Sehr wirksam sind auch andere geruchsneutralisierende Produkte wie Sprays. Sie überdecken den Grasgeruch nicht nur, sondern binden die aromatischen Moleküle und entfernen so ihren Geruch.

Etwas aufwendiger ist die gründliche Innenreinigung des Autos. Die lohnt sich wohl eher für Leute, die häufiger im Auto eine(n) durchziehen.

Kaffee hilft nicht nur gegen unangenehme Gerüche im Kühlschrank, sondern auch gegen Grasgeruch. Bildrechte: Colourbox.de

Das hilft gegen den Geruch in der Kleidung

Um den Geruch von Cannabis aus den Klamotten zu bekommen hilft es, eine Tasse Essig mit in die Waschmaschine zu kippen.

Wer keine Zeit fürs Wäschewaschen hat, der muss wohl auf geruchsintensive Deos, Parfüms oder Textilerfrischer zurückgreifen. Oder eben nackt rauchen.

Intensivem Grasgeruch vorbeugen

Damit es erst gar nicht zu einem starken Geruch nach Gras kommt, helfen diese Tipps:

Vaporizer verbessern nicht nur das Geschmackserlebnis, sondern erzeugen auch viel weniger Geruch, weil die Cannabisblüten und -extrakte deutlich niedrigeren Temperaturen als beim Rauchen ausgesetzt sind.

Rauchfilter - auch Sploofs genannt - gibt es in verschiedenen Formen, Größen und Farben. Sie funktionieren alle nach dem selben Prinzip: Man nimmt einen Zug aus einer Bong oder von einem Joint und atmet den Rauch durch das Gerät aus. Im Inneren des Geräts befindet sich ein Kohlefilter, der den Rauch entweder filtert oder ihn mit einer aromatisierten Essenz überdeckt.

Pfeifen sind eine Alternative zu Bongs und Joints. Sie produzieren weniger Rauch.

Pfeifen, Vaporizer und Sploofs helfen, den Geruch von Cannabis zu reduzieren. Bildrechte: Colourbox.de

Geruch beim Hanfanbau verringern

Die Mittel, die nach dem Konsum von Cannabis helfen, helfen auch beim Anbau von Hanfpflanzen in der Wohnung. Denn bereits die Pflanzen geben den typischen Grasgeruch ab.

Wenn die Hanfpflanzen in einer sogenannten "Growbox" angebaut werden, dann ist ein Schälchen mit Essig eine gute Lösung, um den Marihuana-Geruch zu bekämpfen. Allerdings muss der Essig alle drei Tage ausgetauscht werden, da er mit der Zeit seine Wirkung verliert. 

Wer den Geruch seiner Cannabis-Pflanzen draußen vermeiden will, sollte Hanfsorten anbauen, die nicht so stark riechen. Die Sorten Northern Lights, Polar Express, Jack sowie California Hash Plant, Industrial Plant oder Blue Thai sollen diese Eigenschaft haben.

Was auch gut gegen den Geruch der Pflanzen hilft: andere Kräuter und Pflanzen in der Nähe anzubauen, die ebenfalls einen starken Geruch verströmen. Zum Beispiel Thymian, Pfefferminze oder Lavendel.

Kräuter können draußen den Geruch von Hanfpflanzen überdecken. Bildrechte: Colourbox.de / Tinnakorn Jorruang

Es ist nicht immer Cannabis, das hier so riecht...

Riecht es draußen nach Cannabis, ist es nicht immer der Kiffer im Gebüsch. Auch andere Pflanzen verströmen einen Cannabis-ähnlichen Geruch.

Dazu zählen der Langgrifflige Rosenwaldmeister, Polster-Phlox, das Küchenkraut und Insektenschutzmittel wie Beifuß und die Spinnenblume, die Cannabis sogar im Aussehen ähnelt.

Quellen und weiterführende Links

Zum Thema:

Dieses Thema im Programm:Das Erste | BRISANT | 17. April 2024 | 17:15 Uhr