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Was wären Filme und Serien ohne leidenschaftliche Szenen? Bildrechte: Colourbox.de

Alles nur gespielt?Hollywoodreif: Diese berühmten Sex-Szenen sind echt!

31. Januar 2024, 08:50 Uhr

Reese Witherspoon in "Der große Trip - Wild"

Echt oder fake? Das ist hier die Frage. Für ihren oscarnominierten Film "Der große Trip - Wild" gab Reese Witherspoon alles, selbst die Sex-Szene soll angeblich nicht gespielt, sondern echt sein. 2016, im Erscheinungsjahr des Kinofilms, überschlugen sich deshalb die Schlagzeilen. Eine Hollywood-Schauspielerin soll echten Sex vor der Kamera haben?

Von der US-amerikanischen Vogue darauf angesprochen, sagte Reese Witherspoon nur: "Ich wollte, dass es 100 Prozent echt aussieht." Ein Dementi klingt anders, eine Bestätigung aber auch.

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Halle Berry und Billy Bob Thornton in "Monster's Ball"

Für ihre Rolle in "Monster's Ball" hat Schauspielerin Halle Berry 2002 einen Oscar bekommen. Nicht nur ihre emotionale Dankesrede ging in die Hollywood-Geschichte ein, sondern auch die Sex-Szene zwischen ihr und Co-Star Billy Bob Thornton. Angeblich soll die nämlich echt gewesen sein.

Im Interview mit der "New York Post" sagte Halle Berry im Jahr 2001:

Es gab keine wirkliche Vorgabe im Drehbuch, es musste nur animalisch sein. […] Wir haben es einfach gemacht. Wir haben beide zugestimmt, unsere Körper hemmungslos einzusetzen.

Halle Berry

Bis zum Äußersten ist es dann aber wohl doch nicht gekommen, wie Billy Bob Thornton gegenüber der "Huffington Post" verriet. Es hätte sich nur "echt angefühlt".

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Chloë Sevigny und Vincent Gallo in "The Brown Bunny"

Dass die Sex-Szene im Film "The Brown Bunny" (2003) echt und nicht gefaked ist, gibt es schwarz auf weiß. Das bestätigen die beiden Hauptdarsteller, Chloë Sevigny und Vincent Gallo, die zum Zeitpunkt der Dreharbeiten sogar liiert waren.

Eine Szene zeigt die beiden beim Oral-Verkehr. Beide stellten klar: Chloë Sevigny hatte Vincent Gallo einen echten Blowjob gegeben. Er versicherte, dass keine Penis-Prothese im Spiel gewesen sei.

Bereut hat Chloë Sevigny die Szene nicht. In einem "Variety"-Interview aus dem Jahr 2016 sagt sie: "Ich würde es heute wahrscheinlich wieder tun. Ich glaube an Vincent als einen Künstler und stehe zum Film."

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Mickey Rourke und Carré Otis in "Wilde Orchidee"

Durch seinen Kassenschlager "9½ Wochen" aus dem Jahr 1986 hatte Mickey Rourke bereits Erfahrungen gesammelt, wie man sinnliche und realistische Liebesszenen vor der Kamera spielt. 1989 ging er für den Streifen "Wilde Orchidee" noch ein ganzes Stück weiter.

Er und seine Drehpartnerin Carré Otis waren damals auch jenseits des Filmsets ein Paar und taten beim Sex vor der Kamera nicht nur so, als ob - so zumindest die Gerüchte. Weder Mickey Rourke noch Carre Otis bestätigten die Schlagzeilen.

Ob echt oder nicht: In die US-Kinos schafften es die Sex-Szenen nicht, da sie als zu pornografisch eingestuft wurden. Erst für die Heimkino-Version wurden sie später hinzugefügt.

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Robert Pattinson in "Little Ashes"

2008 mimte Robert Pattinson im Film "Little Ashes" den Jahrhundert-Künstler Salvador Dali. Was viele Zuschauer nicht wissen: Eine Szene zeigt den Schauspieler, wie er masturbiert. Dieses kleine Detail erzählte Robert Pattinson 2013 dem "Interview"-Magazin.

Es vorzutäuschen hat nicht funktioniert. Ich musste es wirklich machen. Jetzt ist mein Orgasmus-Gesicht für alle Zeit aufgenommen.

Robert Pattinson

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Rapper 50 Cent in "Power"

Auch 50 Cent befriedigte sich in einer Folge der Krimi-Serie "Power" vor laufender Kamera selbst. Der Künstler schien sich damals riesig auf seinen großen Auftritt zu freuen. Gegenüber "TVGuide" sagte er: "Mein Penis wird debütieren!"

Später fühlte sich der Rapper dann aber doch nicht mehr ganz so wohl mit der Szene und behauptete, es hätte ein Missverständnis mit dem Produzenten der Serie gegeben. Eigentlich, so 50 Cent, sollten die Zuschauer sein bestes Stück durch die Beleuchtung gar nicht sehen können. Tja, das war letzten Endes nicht der Fall.

"Nymphomaniac"

Der Name ist Programm: In Lars von Triers Drama "Nymphomaniac" dreht sich alles um Liebe, Erotik und Verlangen. Deswegen wurde auch nichts vorgetäuscht: Der Sex ist echt, beim Dreh kamen Porno-Doubles zum Einsatz. Das bestätigten Produzentin Louise Vesth und Hauptdarstellerin Stacy Martin gegenüber "Screen Daily" und "Vice".

Aber: Die Stars Shia LaBeouf und Stacy Martin trieben es nicht bis aufs Ganze.

Demnach taten die beiden Schauspieler tatsächlich nur so, als hätten sie Geschlechtsverkehr, während ihre Doubles wirklich miteinander schliefen. Am Ende wurden die beiden Mitschnitte digital zusammengesetzt.

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Maria Schneider und Marlon Bando in "Der letzte Tango in Paris"

"Der letzte Tango in Paris" sorgte bei seiner Veröffentlichung im Jahr 1972 für Wirbel und einen handfesten Skandal.

Viele europäische Länder, darunter auch Deutschland, gaben den Film nur für Zuschauer ab 18 Jahren frei. Im katholischen Italien sowie in Spanien wurde der Streifen ganz verboten. Regisseur Bernardo Bertolucci und Hauptdarsteller Brando wurden in Italien sogar wegen "Obszönität" zu Bewährungsstrafen verurteilt.

Das liegt unter anderem auch an einer Vergewaltigungsszene zwischen dem Mädchen Jeanne, gespielt von der damals 19-jährigen Maria Schneider, und Paul, gespielt von Schauspiellegende Marlon Brando.

Das Schockierende: Hauptdarstellerin Maria Schneider wusste vor dem Dreh nichts von der Szene und wurde vor laufender Kamera von Marlon Brando genötigt - auch wenn der Sex nicht echt war.

In einem Interview sagte Regisseur Bernardo Bertolucci im Jahr 2013: "Ich hatte die Idee mit Marlon, am Morgen vor dem Dreh. Aber ich habe mich in gewisser Hinsicht sehr schlecht gegenüber Maria verhalten, weil ich ihr nicht gesagt habe, was passieren würde. Ich wollte ihre Reaktion als Mädchen, nicht als Schauspielerin."

Maria Schneider beschrieb den Filmdreh in späteren Interviews als "unglaubliche Erniedrigung".

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Sie sind selbst Opfer von sexualisierter Gewalt? Hier finden Sie eine Auswahl an Vereinen und Anlaufstellen, die Ihnen helfen können.

Diese neue Berufsgruppe regelt nicht nur Hollywoods Sex-Szenen

Grundsätzlich gilt: Was vor der Kamera passiert, muss nicht echt sein, sondern nur echt aussehen. 



Doch echt oder nicht - bei Sex-Szenen in Filmen sollte zählen, dass sich alle Beteiligten wohlfühlen. Seit Jahrzehnte ist es üblich, dass man Schauspieler bei Stunts sichert, in Sex-Szenen wurden sie allein gelassen. Das hat sich mittlerweile geändert. Seit einigen Jahren kommen am Set immer häufiger Intimitätskoordinatoren zum Einsatz.

Intimitätskoordinator/IntimitätscoachMit dem Erstarken der #metoo-Bewegung kommen immer öfter sogenannte Intimitätskoordinatoren bei Film- oder Serienproduktionen zum Einsatz. Der Intimitätskoordinator plant und überwacht die Durchführung von Liebesszenen, angefangen von Umarmungen und Küssen bis hin zu Sex-Szenen. Mit dem neuen Berufsbild sollen Grenzüberschreitungen verhindert werden.


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Dieses Thema im Programm:Das Erste | BRISANT | 30. Juni 2023 | 17:15 Uhr