Königin Maxima von den Niederlanden, Königin Camilla, Köngin Mary, Königin Letizia von Spanien
Wie viel verdienen die Königinnen Maxima, Camilla, Mary und Letizia? Bildrechte: Collage: picture alliance/Royal Press Europe|Albert Nieboer / picture alliance/ASSOCIATED PRESS|Christophe Archambault / dpa / picture alliance/dpa|Patrick van Katwijk

Mary, Camilla, Letizia und Co. Wie viel verdient eine Königin?

22. April 2024, 08:41 Uhr

Adel verpflichtet: Ihr Leben für die Krone lassen sich die Royal-Damen gut bezahlen. Doch wie viel Geld bekommen die Königinnen wirklich cash auf die Hand?

Isabel Möller
Bildrechte: Raphaela Fietta

Königin Silvia - Die Strategin

Großverdienerin: Königin Silvia von Schweden ist laut "People with Money" und "Business Insider" eine der reichsten Monarchinnen der Welt. Ihr Privatvermögen wird je nach Quelle auf zehn bis 46 Millionen Euro geschätzt. Allerdings kommt der Reichtum nicht nur durch ihr Königinnen-Gehalt: Die schwedischen Royals investieren über eine familieneigene Gesellschaft in Aktien und Immobilien. 

Silvias Apanage macht nämlich nur einen vergleichsweise kleinen Anteil aus, wie ihr royaler Finanzbericht zeigt: Demnach hat die Königsfamilie 2021 149 Millionen schwedische Kronen (umgerechnet circa 14 Millionen Euro) erhalten. Der König und die Königin sahen davon aber "nur" 8 Millionen Kronen (0,77 Millionen Euro).

Im Vergleich zu anderen Königshäusern ist die Apanage für Carl Gustaf und Silvia ganz schön mau. Das wird die beiden aber nicht sehr schmerzen: Ihr Privatvermögen wird auf rund 70 Millionen Euro geschätzt.

Königin Silvia
Königin Silvia hat ein gutes Händchen bei Finanzen. Bildrechte: Clément Morin/The Royal Court of Sweden

Königin Máxima - Finanzexpertin mit Krone

Die Niederländer machen es laut "Business Insider" ähnlich wie die Schweden und investieren privat in Immobilien und Aktien. Willem-Alexander und Máxima sollen u.a. am Mineralölkonzern "Shell Oil" beteiligt sein. Gelernt ist eben gelernt: Máxima studierte Wirtschaftswissenschaften und arbeitete in New York u.a. für die Deutsche Bank.

Hinsichtlich der Apanage ziehen sie allerdings an den Schweden vorbei: Wie die Zeitung "AD" berichtet, erhielt die Königsfamilie 2022 48,2 Millionen Euro für ihre Ausgaben. 1.007.000 Euro gingen davon an König Willem-Alexander - steuerfrei, versteht sich. Seine Frau Máxima bekam 411.000 Euro.

Königin Maxima von den Niederlanden
Máxima hat bei ihrem Gehalt gut Lachen. Bildrechte: picture alliance / Royal Press Europe | Albert Nieboer

Ganz schön viel, aber es geht noch besser:

Königin Mary - Die Aufsteigerin

Mit dem neuen Titel kommt jetzt auch das große Gehalt: Mary und Frederik sitzen zwar erst seit ein paar Wochen auf dem Thron, bekommen aber jetzt schon eine fette Gehaltserhöhung.

Bereits als Kronprinz wurde Frederik mit drei Millionen Euro jährlich gut bezahlt. Zehn Prozent davon erhält seine Frau als Apanage, 2023 waren das also rund 25.000 Euro pro Monat. Mit der Thronbesteigung könnte sich dieser Betrag nun verdreifachen, berichtet die Zeitung "Lecturas". Aus 25.000 würden dann 75.000 Euro, im Jahr summiert sich das auf 900.000 Euro.

Zahlen, von denen eine nur träumen kann...

Kronprinzessin Mary von Dänemark
Das Upgrade zur Königin lohnt sich für Mary finanziell. Bildrechte: picture alliance / dpa | Christian Charisius

Königin Letizia - Royales Schlusslicht

Laut der spanischen Zeitschrift "Hola!" soll Letizia gerade mal 148.000 Euro pro Jahr kassieren. Damit bildet sie im Gehalts-Ranking der Königinnen das Schlusslicht.

Nach Berechnungen der Fashion-Webseite "UFO No More" sollen davon bereits 58.890,64 € für Klamotten draufgehen.

Königin Letizia von Spanien nimmt an dem Empfang für das in Spanien akkreditierte diplomatische Korps im Königlichen Palast in Madrid teil.
Arme Letizia? Im Vergleich zu ihren Royal-Kolleginnen verdient sie gar nicht königlich. Bildrechte: picture alliance/dpa/Pool/EUROPA PRESS | A.Ortega

Königin Camilla - Auch ohne Lohn reich

Die fetten Jahre sind auch für Camilla vorbei: Die britische Königin musste vor kurzem herbe finanzielle Einbußen verkraften: Während ihr Vorgänger, Prinz Philip, vom britischen Parlament jährlich fast 359.000 britische Pfund (umgerechnet circa 420.000 Euro) erhielt, bekommt Camilla keinen müden Cent. Damit soll sichergestellt werden, dass kein britischer Steuerzahler für ihren Lifestyle schuften muss.

Eine Königin arbeitet natürlich trotzdem nicht umsonst - auch wenn die Rufe danach von Monarchie-Gegnern immer lauter werden.

Die Kosten für Camillas Aufgaben werden durch den Sovereign Grant gedeckt. Das ist der staatliche Zuschuss, den das britische Königshaus jährlich von der Regierung erhält. Im Jahr 2022 erhielt die Royal Family 86.300.000 Pfund (ca. 99,2 Millionen Euro). Jeder Mensch, der in Großbritannien lebt, hat also umgerechnet 1,47 Euro für Charles, Camilla, William und Co. bezahlt.

Wie viel genau davon an Camilla geht, ist nicht bekannt. Allerdings dürfte ihr privates Vermögen hoch sein. Allein dank der Herzogtümer Cornwall und Lancaster fließt viel Geld in die königlichen Kassen.

Camilla, Herzogin von Cornwall
Kein Geld für die Krone - trotzdem muss Camilla nicht Hunger leiden. Bildrechte: picture alliance/dpa/PA Wire | Chris Jackson

Königin Sonja - Skandinavische Bescheidenheit

Gut 50 Millionen Euro kostet das Königshaus die norwegischen Steuerzahler jedes Jahr. Davon gingen 2022 1,28 Millionen Euro an König Harald und Königin Sonja, 1,05 Millionen Euro an Kronprinz Haakon und Mette-Marit.

Königin Sonja von Norwegen
Königin Sonja: Im finanziellen Mittelfeld der europäischen Königinnen. Bildrechte: picture alliance/dpa/NTB | Geir Olsen

Fürstin Charlène - Eine Million nicht ausreichend

Kein König und keine Königin, dafür aber finanziell ganz oben:

Die teuerste Monarchie Europas ist Monaco. Laut "El Orden Mundial" kostet sie den Steuerzahler durchschnittlich 1.219 Euro pro Kopf und Jahr!

"Business Insider" schätzte Alberts Vermögen 2021 auf sagenhafte 830 Millionen Euro. Dazu kommen Ländereien und Immobilien in Monaco und Frankreich.

Auch seine Frau Charlène lebt als Fürstin zumindest finanziell gut: Nach Angaben von "Celebrity Net Worth" wird ihr Vermögen auf circa 131 Millionen Euro geschätzt. Laut "Le Monde" soll sie ein jährliches Taschengeld von rund einer Million Euro erhalten.

Doch dieser Betrag ist einer Fürstin wohl nicht würdig: Albert soll Charlène immer wieder finanziell unter die Arme gegriffen haben.

Princess Charlene
Shopaholic Charlène? Bildrechte: picture alliance / Albert Nieboer/RoyalPress/dpa | Albert Nieboer

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 25. Januar 2024 | 17:15 Uhr

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