Prinzessin Ingrid Alexandra
Es wird ernst: Für Prinzessin Ingrid von Norwegen stehen viele Veränderungen an. Bildrechte: Getty Images

Palast enthüllt Prinzessin Ingrid von Norwegen: Das sind ihre Zukunftspläne

03. Oktober 2023, 11:36 Uhr

Erst vor wenigen Tagen hat Prinzessin Ingrid von Norwegen ihren Schulabschluss gemacht, nun schmiedet sie Zukunftspläne. Doch wie der Palast jetzt bekannt gab, muss sich Kronprinz Haakons Tochter noch nicht ganz von der Schule verabschieden. BRISANT verrät wieso, weshalb, warum.

Isabel Möller
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Vorerst kein Studium: Das macht Prinzessin Ingrid stattdessen

Nach ihrem Schulabschluss stehen der künftigen Königin alle Türen offen. Doch Ingrid Alexandra schlägt einen überraschend bodenständigen Weg ein: Auf der offiziellen Webseite des Palastes verkündet der Königshof, was die Prinzessin für Zukunftspläne geschmiedet hat:

Ihre Königliche Hoheit, Prinzessin Ingrid Alexandra, wird in diesem Herbst an der Uranienborg-Schule als Schulassistentin und Umwelthelferin arbeiten.

Norwegisches Königshaus kongehuset.no

Prinzessin Ingrid Alexandra wird also an ihre alte Schule zurückkehren. In der Uranienborg-Schule drückte die künftige Königin selbst für ein Jahr die Schulbank. Diese Entscheidung verwundert BRISANT-Königshaus-Expertin Gräfin Leontine von Schmettow nicht:

Die Norweger werden von Prinzessin Ingrid Alexandras Entscheidung vermutlich nicht überrascht sein, da das Königshaus sehr bodenständig und volksnah ist. So hat Ingrid auch schon einmal als Kellnerin gearbeitet, was zum Beispiel in Großbritannien undenkbar wäre.

Gräfin Leontine von Schmettow

Vielleich - so Gräfin Leontine von Schmettow - nehmen sich auch andere Royals ein Beispiel an der norwegischen Prinzessin:

Ingrid war eine ausgesprochen gute Schülerin, sie hat offensichtlich gerne und gut gelernt, insofern ist ihre Wahl nachvollziehbar. Ich glaube, dass wir in ihrer Generation immer öfter erleben werden, dass die Königskinder ihren Neigungen und Wünschen folgen können und weniger irgendwelchen Vorgaben seitens des Palastes.

Gräfin Leontine von Schmettow

Haakon, Mette-Marit, Ingrid Alexandra
Stolze Eltern: Kronprinz Haakon und Kronprinzessin Mette-Marit zur Ingrids Abschlussfeier am 20. Juni. Bildrechte: Liv Anette Luane, The Royal Court.

Prinzessin Ingrid Alexandra: Palast verrät weitere Details

Doch ihre Aufgabe als Schulassistentin und Umwelthelferin wird nicht die einzige neue Herausforderung für Prinzessin Ingrid sein:

Wie der Palast mitteilte, wird die 19-Jährige im kommenden Jahr auch eine einjährige militärische Ausbildung beginnen.

Marine und Armee sind nichts Neues für die Prinzessin: Bereits in der Vergangenheit stattete sie den norwegischen Streitkräften Besuche ab.

Ingrid Alexandra, Prinzessin von Norwegen, besucht den Militärstützpunkt Rena Leir.
2021 besuchte Ingrid den Militärstützpunkt Rena Leir. Bildrechte: picture alliance/dpa/NTB | Annika Byrde

Militärausbildungen für europäische Prinzessinnen

Mit dieser Entscheidung folgt Ingrid Alexandra dem Beispiel anderer europäischer Prinzessinnen: Auch Kronprinzessin Victoria von Schweden hat eine militärische Ausbildung absolviert. Prinzessin Leonor von Spanien wird im Herbst für drei Jahre zum Militär gehen - und das, obwohl militärische Ausbildungen in europäischen Königshäusern kein Muss sind, wie Köngishaus-Expertin Gräfin Leontine von Schmettow weiß.

Eine militärische Ausbildung ist nicht verpflichtend, war aber bisher üblich - mit wenigen Ausnahmen, wie z.B. Königin Margrethe. Das lag allerdings vielleicht auch daran, dass wir es bisher überwiegend mit männlichen Thronfolgern zu tun hatten. Doch mittlerweile wurde in fast allen europäischen Ländern eine neue Thronfolgeregelung beschlossen, die männliche und weibliche Nachkommen gleichstellt.

Gräfin Leontine von Schmettow

Die Folge: Auch die Prinzessinnen streben häufiger eine militärische Laufbahn an. Das macht durchaus Sinn - wie man im Falle von Infantin Leonor sieht: Als spätere Königin wird sie gleichzeitig auch Oberbefehlshaberin der spanischen Streitkräfte sein.

Prinzessin Leonor von Spanien
Infantin Leonor geht ab August 2023 für drei Jahre zum Militär. Bildrechte: Getty Images

Raus aus dem Palast, rein in den Matsch hieß es auch bei Prinzessin Elisabeth von Belgien: Ab Ende August 2020 studierte sie ein Jahr lang an der Königlichen Militärakademie in Brüssel und führte damit die Tradition belgischer Thronfolger fort.

Unter den künftigen europäischen Königinnen entschied sich bisher nur Amalia der Niederlande gegen eine militärische Ausbildung. Die Prinzessin fing im September 2022 ein Studium in Amsterdam an. Möglicherweise gibt es aber auch Sicherheitsbedenken, da Amalia bedroht wird.

(Dieser Beitrag wurde erstmals am 27.06.23 veröffentlich.)


Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 27. Juni 2023 | 17:15 Uhr

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