Probleme im Alter Demenz bei Hunden: Diagnose - Therapie - Vorbeugung

Nicht nur wir Menschen werden immer älter, auch unsere Vierbeiner profitieren vom medizinischen Fortschritt. Das ist einerseits schön, sorgt aber auch für Probleme. Ein Beispiel: Demenz bei Hunden. Etwa jeder dritte Hund über 12 Jahre ist nach Schätzungen von der Krankheit betroffen. Eine Krankheit, die zwar nicht heilbar ist - auch nicht mit Medikamenten. Vorbeugen und hinauszögern aber ist möglich.

Ein Hund mit diagnostizierter Demenz sitzt einem Behandlungsraum
Etwa jeder dritte Hund über 12 Jahre ist von Demenz betroffen. Bildrechte: dpa

Alles beginnt mit einer genauen Diagnose. In der Tierärztlichen Hochschule in Hannover etwa bietet Tier-Neurologin Nina Meyerhoff spezielle Sprechstunden an. Hierher kommen Hundebesitzer, weil mit ihren Lieblingen etwas nicht stimmt.

Nach der Überprüfung verschiedener Nerven und Reflexe stellt Meyerhoff den Besitzern entscheidende Fragen: Verläuft sich der Hund manchmal? Findet er seinen Wassernapf manchmal nicht? Erkennt er sein Herrchen oder sein Frauchen manchmal nicht? Ist der Hund manchmal unruhig?

Ein Hund liegt auf dem Sofa
Hunde wollen auch geistig gefördert werden. So beugt man ihrer Demenz vor. Bildrechte: IMAGO / Panthermedia

Demenz bei Hunden: Das sind die Anzeichen

Schwerhörigkeit, zunehmende Antriebslosigkeit, Verlust der Stubenreinheit, ein gestörter Schlafrhythmus – all das und noch viel mehr können Anzeichen für eine Demenz sein. Wichtig: Meistens treffen nicht alle Punkte zu. Um dennoch den Hunden lange Lebensqualität zu ermöglichen, helfen oft Physiotherapie, Geschicklichkeits- und Koordinationsübungen.

Ein Dackel läuft durch einen Hunde-Parcour.
Kleine Spielchen halten Hunde geistig fit. Bildrechte: dpa

Suchspiele sollen helfen

"Wir wollen bei Hunden die Gehirnzellen stimulieren“, erklärt Tierphysiotherapeutin Cornelia Mandel. "Und da ist es wichtig, dass man einerseits mit Bewegung arbeitet, andererseits aber auch die kognitiven Fähigkeiten fördert. Und das kann man ganz gut machen zum Beispiel mit so Suchspielen." Viele Hundebesitzer kennen auch sogenannte Clicker, mit denen man wunderbar trainieren kann. Hauptsache, die Tiere werden geistig gefordert. Wichtig: Die Spielchen müssen den Hunden Spaß machen.

(Der Artikel wurde am 06.01.2023 zum ersten Mal veröffentlicht.)


NDR/BRISANT/SPIEGEL

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 07. Januar 2023 | 17:15 Uhr

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