StarsRoyalsHaushaltGesundheitLifestyle
Dass Blutspenden auch für Haustiere benötigt werden, ist vielen Menschen nicht bekannt. Bildrechte: picture alliance / dpa | Stephanie Pilick

Konserven für Bello und MiezeDas sollten Sie zur Blutspende für Hund und Katze wissen

14. Mai 2024, 18:10 Uhr

Eine Bluttransfusion kann bei Hunden und Katzen genau wie beim Menschen nach Unfällen mit hohem Blutverlust nötig werden. Aber auch Immunerkrankungen und Gerinnungsstörungen können so behandelt werden.

Gespendetes Blut wird auch nach manchen Tumor-Operationen gegeben. Oder, wenn ein Tier Rattengift gefressen hat.

Das Problem - wie beim Menschen auch: Blut oder seine Bestandteile lassen sich nicht unbegrenzte Zeit lagern. Deshalb sind immer wieder neue vierbeinige Spender nötig.

Auch für Haustiere werden regelmäßig Blutspender gesucht. Bildrechte: picture alliance / dpa | Stephanie Pilick

Narkose bei Katzen nötig

Tierärzte müssen Katzen in der Regel eine Narkose geben, damit sie ihnen Blut abnehmen können. Wichtig: Mehr als zweimal im Jahr dürfen Katzen nicht spenden.

Außerdem sollten nur Wohnungskatzen Blut spenden. Freigänger tragen mehr Risiken für Infektionskrankheiten in sich.

Nur reine Wohnungskatzen dürfen Blut spenden. Bildrechte: picture alliance/dpa | Franziska Gabbert

Katzen spenden nur wenige Milliliter

Die möglichen Blutmengen sind gering: Mehr als sieben Milliliter pro Kilo Körpergewicht werden nicht empfohlen. Macht bei einer durchschnittlichen Vier-Kilo-Mieze gerade mal 28 Milliliter.

Auch bei Katzen gibt es Blutgruppen, mehr als drei sogar. Zumindest europäische Hauskatzen haben aber fast alle "A", nicht zu verwechseln mit der menschlichen Variante. Das erhöht die Chance, einen passenden Spender zu finden.

So viel Blut dürfen Hunde spenden

Einfacher ist Blutspenden bei Hunden. Gutmütige Exemplare ließen sich sogar ohne Betäubung "anzapfen".

An vielen Kleintierkliniken gilt die Regel: 10 bis 30 Milliliter Blut pro Kilo Körpergewicht.

Die meisten Hunde können problemlos alle drei Monate Blut spenden. Jede Spende dauert etwa 5 bis 10 Minuten.

Wichtig: Hat ein Hund bereits selbst einmal Blut erhalten, so ist er als Spender-Tier nicht mehr geeignet. Ebenso kommen Hunde, die im südlichen Ausland waren, wegen möglicher Übertragung von Infektionskrankheiten nicht mehr als Spender infrage.

Mindestens 20 Kilo sollte ein Hund wiegen, damit er Blut spenden kann. Bildrechte: picture alliance / dpa | Stephanie Pilick

Voraussetzungen für die Blutspende bei Hunden

  • Alter: 1 bis 9 Jahre alt
  • Körpergewicht: mindestens 20 kg
  • Gesunder körperlicher Zustand
  • Ruhiges Verhalten
  • Regelmäßige Impfung, Entwurmung sowie Zeckenprophylaxe
  • Keine Einnahme von Medikamenten

(Dieser Artikel wurde am 14.05.2024 aktualisiert.)

Quellen und weiterführende Links:

Mehr zum Thema:

Dieses Thema im Programm:Das Erste | BRISANT | 14. Mai 2024 | 17:15 Uhr